Rückblick Girls’Day 2021

© DKJS/ J.Farys

„Vorher wusste ich gar nicht, wie viele Auswahlmöglichkeiten es in der Informatik gibt!“ „Mich haben die großen Maschinen, mit denen eine Zerspanerin arbeitet fasziniert.“ „Ich will selbst Meeresbiologin werden und fand es sehr interessant! Besonders alles über die Expedition zu erfahren hat mir gefallen.“ Die Rückmeldungen der Mädchen, die an der Veranstaltung »Starke Mädchen treffen starke Frauen« teilgenommen haben, waren begeistert. Die Mädchen hatten die Möglichkeit im Rahmen des Girls‘ Day 2021 eine Informatikerin, eine Expertin für Robotik und KI, eine Meeresbiologin, eine Zerspanerin, eine Pilotin und eine Expertin für E-Commerce kennenzulernen.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde berichteten die Frauen von ihren Berufen, ihrem Arbeitsalltag und was sie für diesen Tag vorbereitet hatten. Danach konnten die Mädchen in den Break-Out Sessions die Frauen einzeln kennenlernen. So gab die Meeresbiologin Josephine Rapp Einblicke in ihre Arbeit in einem multiprofessionellen Team: „Wir sind eigentlich immer im Team unterwegs, auch mit verschiedenen Fachbereichen, zum Beispiel Biolog:innen, Physiker:innen, Geolog:innen – da muss man teamfähig sein, das große Ganze sehen.“ Auch seien verschiedene Fähigkeiten in ihrem Beruf gefragt. So gibt es unterschiedliche Wege eine gute Meeresbiologin zu sein, manche ihrer Kolleg:innen sind sehr kreativ und haben dauernd Ideen für neue Projekte. Sie ist dafür sehr ausdauernd, kann lange an einem Projekt dranbleiben und lässt sich nicht entmutigen, wenn das Erfolgserlebnis lange auf sich warten lässt. Das hat sie schon bei der Suche nach einem Praktikumsplatz gemerkt. So hatte sie einer Forscherin, die sie bewundert, mehrmals angeschrieben, weil sie ein Praktikum bei ihr machen wollte. Und mehrmals hat sie nein gesagt, da sie nur erfahrenere Leute nehme. Nach mehreren Nachfragen hat sie dann doch ja gesagt. „Manchmal muss man einfach dranbleiben und ein Nein nicht akzeptieren.“

Austausch war für alle bereichernd

In der abschließenden großen Runde kamen alle noch einmal zusammen und teilten die Eindrücke des Tages miteinander Auch die Frauen, waren von dem Treffen mit den Mädchen zwischen elf und 18 Jahren begeistert: „Für mich war das heute eine tolle Erfahrung, da es ein gegenseitiger Austausch mit den Mädchen war. Dabei habe auch ich viel gelernt, viel mitgenommen. Schön, dass die Mädchen ihre Geschichten mit mir geteilt haben!“ oder „Super, wie viele Fragen die Mädchen gestellt haben. Ich fand die Fragen sehr durchdacht und inspirierend, ich habe selbst viel davon mitgenommen.“
Die Frauen waren beeindruckt von der Neugier und den konkreten Fragen der Mädchen und haben wichtige Informationen zu ihren Branchen und ihrem Bildungsweg gegeben. Vor allem die Botschaft „Mit Motivation und Willenskraft kann man alles lernen.“ beeindruckte die jungen Teilnehmerinnen. Der offene Austausch inspirierte alle.

Idee des Girls‘ Day

Seit 2001 öffnen bundesweit am Girls‘ Day Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Wer noch mehr über die teilnehmenden Frauen erfahren möchte, schaut am besten auf unserem ↗ Instagram-Account vorbei. Hier stellen wir die Sechs vor und sie berichten, was ihnen auf ihrem Weg geholfen hat.